Ausstellung: "Fluchtpappe: Endstation Schrott" – Fotografien von Gilda Bereska

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November jährt sich in diesem Jahr zum 35. Mal. Die Fotografin Gilda Bereska präsentiert in der Ausstellung "Fluchtpappe: Endstation Schrott" eine eindrucksvolle Sammlung von Fotografien, die den Trabant – das Kultauto der DDR – nach 1989 in Berlin dokumentieren. Die Bilder fangen das rasche Entsorgen der sogenannten "Rennpappe" ein, die einst Symbol für Freiheit und Mobilität war und nach dem Mauerfall zunehmend zu einem Relikt wurde.

Verlassen, verrostet und oft als Schrott behandelt, spiegeln die Trabants in Bereskas Fotografien den Wandel der Zeit und den Bruch zwischen scheinbarer Vergangenheit und scheinbarer Gegenwart wider. Die Ausstellung lädt dazu ein, nostalgische Erinnerungen aufleben zu lassen und gleichzeitig die Vergänglichkeit von Objekten und Idealen zu reflektieren.

Berlin als Schauplatz dieser Fotografien spielt eine zentrale Rolle im Wandel nach dem Mauerfall. Die Stadt, die sich in den Jahren nach 1989 rasant veränderte, bietet in diesen Fotos eine faszinierende Kulisse. Eine geteilte Stadt, die auf einmal auch Schauplatz von Aufbruch und Chaos war. Diese Bilder erzählen nicht nur von den Autos, sondern auch von einer Stadt im Wandel, die Brüche und Neuanfänge wie kaum eine andere erlebt hat.

Die Ausstellung "Fluchtpappe: Endstation Schrott" ist ab Mitte November während der Öffnungszeiten in der Gemeindebibliothek Schöneiche zu sehen. Ein herzlicher Dank gilt Gilda Bereska und ihrer Tochter Odette für ihre beeindruckenden Einblicke in diese faszinierende Zeitgeschichte, sowie der Bibliothek für die Möglichkeit, diese eindrucksvollen Aufnahmen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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